Aktuelle Meldungen
Rust im Theaterfieber
Für die 1250-Jahrfeier am Kilwiwochenende wird kräftig geprobt.
17.09.2012
Die Ruster im Theaterfieber
Für die 1250-Jahrfeier am Kilwiwochenende wird kräftig geprobt
ETTENHEIM. Wenn Rust am Kilwiwochenende Mitte Oktober seine 1250-jährige Ortsgeschichte feiert, dann stehen die szenischen Theaterstücke, gespielt von Ruster Bürgerinnen und Bürgern sicherlich im Mittelpunkt der Aufmerksamkeit. Da sind Junge und Ältere, waschechte Ruster und Zugezogene dabei.
Erst vorgestern wurde die sechste Szene, geschrieben von Regisseur Eberhard Busch und Karl-Heinz Debacher aus Rust, geprobt. Heimatforscher Debacher und der Musiker Steven Bailey spielen quasi sich selbst. Der Plot, den die beiden am Samstag im Naturzentrum zum ersten Mal gemeinsam gelesen haben, geht so: Debacher sucht in einem Haufen Kieselsteine Ziegel aus römischer Vergangenheit und trifft dabei auf amerikanische Touristen, die aus dem Europa-Park kommen und sich erkundigen, was das für eine Attraktion sein soll. Der Archäologe (Debacher) betont, dass dies kein Spaß oder Bestandteil des Parks sei, und hält eine Lehrstunde über das Alter und die Siedlungsgeschichte des Dorfes.
Die Amerikaner, vertreten durch einen Sprecher (Steven Bailey) sind erstaunt über die reiche Vergangenheit des Ortes, und es stellt sich heraus, dass die Touristen den Sohn des Freiherrn von Böcklinsau, der in die USA ausgewandert ist, kennen. "Ah, das ist der Okje," – so wurde Sohn Ruprecht genannt – "der 1978 seine Frau, seine Lieblingskatze und schließlich sich selbst erschossen hat", sagt Bailey mit seinem unverwechselbaren Akzent.
Der 44-jährige gebürtige US-Amerikaner wohnt seit 14 Jahren in Rust und freut sich, bei dem Heimatspiel mitmachen zu dürfen. "Ich höre viel von der Ortsgeschichte", sagt er. "In der Kneipe, bei Gesprächen mit den Bürgern, aber jedes Mal steige ich ein bisschen tiefer ins Geschehen ein." Seinen Part, als unwissender Amerikaner mit etwas holprigem Deutsch aufzutreten, findet er nicht unpassend. "Es ist eine Ehre für mich, mitmachen zu dürfen", sagt er als kurzfristig ernanntes Mitglied in der Truppe um Regisseur Eberhard Busch, der bereits in Rust tätig war und in Staufen seit 25 Jahren "Auerbachs Kellertheater" betreibt.
Quelle: Badische Zeitung vom 17. September 2012
Autorin: Erika Sieberts
17.09.2012
Die Ruster im Theaterfieber
Für die 1250-Jahrfeier am Kilwiwochenende wird kräftig geprobt
ETTENHEIM. Wenn Rust am Kilwiwochenende Mitte Oktober seine 1250-jährige Ortsgeschichte feiert, dann stehen die szenischen Theaterstücke, gespielt von Ruster Bürgerinnen und Bürgern sicherlich im Mittelpunkt der Aufmerksamkeit. Da sind Junge und Ältere, waschechte Ruster und Zugezogene dabei.
Erst vorgestern wurde die sechste Szene, geschrieben von Regisseur Eberhard Busch und Karl-Heinz Debacher aus Rust, geprobt. Heimatforscher Debacher und der Musiker Steven Bailey spielen quasi sich selbst. Der Plot, den die beiden am Samstag im Naturzentrum zum ersten Mal gemeinsam gelesen haben, geht so: Debacher sucht in einem Haufen Kieselsteine Ziegel aus römischer Vergangenheit und trifft dabei auf amerikanische Touristen, die aus dem Europa-Park kommen und sich erkundigen, was das für eine Attraktion sein soll. Der Archäologe (Debacher) betont, dass dies kein Spaß oder Bestandteil des Parks sei, und hält eine Lehrstunde über das Alter und die Siedlungsgeschichte des Dorfes.
Die Amerikaner, vertreten durch einen Sprecher (Steven Bailey) sind erstaunt über die reiche Vergangenheit des Ortes, und es stellt sich heraus, dass die Touristen den Sohn des Freiherrn von Böcklinsau, der in die USA ausgewandert ist, kennen. "Ah, das ist der Okje," – so wurde Sohn Ruprecht genannt – "der 1978 seine Frau, seine Lieblingskatze und schließlich sich selbst erschossen hat", sagt Bailey mit seinem unverwechselbaren Akzent.
Der 44-jährige gebürtige US-Amerikaner wohnt seit 14 Jahren in Rust und freut sich, bei dem Heimatspiel mitmachen zu dürfen. "Ich höre viel von der Ortsgeschichte", sagt er. "In der Kneipe, bei Gesprächen mit den Bürgern, aber jedes Mal steige ich ein bisschen tiefer ins Geschehen ein." Seinen Part, als unwissender Amerikaner mit etwas holprigem Deutsch aufzutreten, findet er nicht unpassend. "Es ist eine Ehre für mich, mitmachen zu dürfen", sagt er als kurzfristig ernanntes Mitglied in der Truppe um Regisseur Eberhard Busch, der bereits in Rust tätig war und in Staufen seit 25 Jahren "Auerbachs Kellertheater" betreibt.
Quelle: Badische Zeitung vom 17. September 2012
Autorin: Erika Sieberts
Rust wird zur Freilichtbühne
Jubiläumsfest "1250 Jahre Rust" ins Kilwi-Treiben integriert.
07.08.2012
RUST. 1250 Jahre Rust. Auch für Rusterinnen und Ruster ist dieses Jubiläum Grund zum Feiern. Aber die Gemeinde geht da ihren eigenen Weg: keine Festwoche, kein Festwochenende und kein Festumzug. Stattdessen wird das traditionelle Kilwi-Wochenende (19. bis 21. Oktober) im doppelten Wortsinn zur Jubiläumsbühne: An mehreren Schauplätzen im Ort werden in szenischen Darstellungen 1250 Jahre Ruster und Weltgeschichte dargestellt. In einem Pressegespräch im Naturzentrum Rheinauen haben Bürgermeister Günter Gorecky und Schulleiter und Historiker Karl-Heinz Debacher über den Stand der Vorbereitungen unterrichtet.
Es soll ein Jubiläumsfest für Rust mit Rustern und Gästen werden, erklärte Bürgermeister Gorecky. Im Mittelpunkt werde die bewegte Ruster Geschichte stehen, die in sechs szenischen Darstellungen auf mehreren Bühnen im Ort von Laienschauspielern aufgeführt werden. Dargestellt werden markante Episoden der Ruster Geschichte, die die Geschicke der Gemeinde mehr oder weniger beeinflussten. Auf dem Platz Alte Waage wird die Episode "Freveltag" aufgeführt. "Die Klagen der Fischer" werden, wie nicht anders zu erwarten, auf der Elz dargestellt. Was es mit den "rebellischen Weibern" auf sich hat, wird man beim Schauspiel in der Klarastraße erfahren. Welche (politischen und gesellschaftlichen) Auswirkungen das Szenespiel "Baron" auf die Dorfgeschichte hatte, werden die Besucher beim Alten Rathaus erfahren.
Zur Darstellung der Dorfgeschichte zählen auch zwei Ausstellungen im alten Schulgebäude und im neuen Kindergarten. Thema: Schul- und Gemeindegeschichte in "alten Bildern". Aus mehr als 1000 alten Aufnahmen und Zeichnungen konnte Karl-Heinz Debacher die Ausstellung zusammenstellen.
In die szenischen Darstellungen der Ruster Geschichte werden auch die Vereine wie Musikkapelle, Gesangverein und Kirchchor eingebunden, erklärte Gorecky. Die Texte und Drehbücher sind ursprünglich von Karl-Heinz Debacher und dann von Theaterregisseur Eberhard Busch von "Auerbachs Kellertheater" aus Staufen für die Bühne bearbeitet worden. Er hatte bereits beim Laienschauspiel "Amerika liegt in Rust" vor zwei Jahren auf der Elzbühne mit der Gemeinde zusammengearbeitet.
Natürlich gibt es einen Festauftakt zum Jubiläumswochenende, der für Freitag, 19. Oktober, in der Rheingießenhalle geplant ist. Vorgesehen ist eine nicht zu lange Darstellung der Ruster Historie und Grußworte der Gäste. Es soll aber kein Absingen von Lobgesängen auf Rust werden, meinte Gorecky und Debacher unisono. Den musikalischen historischen Beitrag liefern die Gälfiäßler aus ihrem Programm "Badische Revolution".
Auftakt der Feiern mit Festakt in der Rheingießenhalle
Am Samstag und Sonntag, 20. und 21. Oktober, werden die Laienschauspieler die Szenen aus der Ruster Geschichte auf den Bühnen aufführen, am Samstag in der Zeit von 14 bis 18 Uhr, am Sonntag von 14 bis 19 Uhr. An beiden Tagen werden auch die Ausstellungen "Alt-Rust in Bildern" in der Schule und im neuen Kindergarten zu sehen sein. Die Texte für drei Szenen seien bereits geschrieben, die Laienspieler proben auch bereits, informierte Karl-Heinz Debacher. Um sicher und ungestört feiern zu können, wird es über die Tage auch ein Verkehrsleitsystem geben. Die Ortsmitte wird dabei für den Verkehr total gesperrt. Parkplätze sind im Bereich der Rheingießenhalle und im Bereich des neuen Kindergartens/Friedhof vorgesehen. Damit soll gleichzeitig eine Brücke zu den Gewerbegebieten geschlagen werden, erklärte Gorecky.
Und die Kosten für die Jubiläumsfeierlichkeiten? Gorecky erinnerte daran, dass der Gemeinderat für 1250-Jahrfeier 50 000 Euro im Haushaltsplan bereitgestellt habe. Dieses Budget solle ausreichen. Zum Jubiläum sollte auch ein Buch herauskommen, in dem mit Bildern das alte Rust dem neuen Rust gegenüber gestellt werden. Das Thema sei aber sehr schwierig zu erarbeiten, weil die neuen Bilder aus Rust aus der gleichen Perspektive wie die der alten Bilder gemacht werden müssten, so Gorecky. Dies sei heute aber nicht mehr überall möglich, weil sich das Ortsbild und die Gebäudesubstanzen sehr stark verändert hätten.
Quelle: Badische Zeitung, 07. August 2012
Autor: Adelbert Mutz
07.08.2012
RUST. 1250 Jahre Rust. Auch für Rusterinnen und Ruster ist dieses Jubiläum Grund zum Feiern. Aber die Gemeinde geht da ihren eigenen Weg: keine Festwoche, kein Festwochenende und kein Festumzug. Stattdessen wird das traditionelle Kilwi-Wochenende (19. bis 21. Oktober) im doppelten Wortsinn zur Jubiläumsbühne: An mehreren Schauplätzen im Ort werden in szenischen Darstellungen 1250 Jahre Ruster und Weltgeschichte dargestellt. In einem Pressegespräch im Naturzentrum Rheinauen haben Bürgermeister Günter Gorecky und Schulleiter und Historiker Karl-Heinz Debacher über den Stand der Vorbereitungen unterrichtet.
Es soll ein Jubiläumsfest für Rust mit Rustern und Gästen werden, erklärte Bürgermeister Gorecky. Im Mittelpunkt werde die bewegte Ruster Geschichte stehen, die in sechs szenischen Darstellungen auf mehreren Bühnen im Ort von Laienschauspielern aufgeführt werden. Dargestellt werden markante Episoden der Ruster Geschichte, die die Geschicke der Gemeinde mehr oder weniger beeinflussten. Auf dem Platz Alte Waage wird die Episode "Freveltag" aufgeführt. "Die Klagen der Fischer" werden, wie nicht anders zu erwarten, auf der Elz dargestellt. Was es mit den "rebellischen Weibern" auf sich hat, wird man beim Schauspiel in der Klarastraße erfahren. Welche (politischen und gesellschaftlichen) Auswirkungen das Szenespiel "Baron" auf die Dorfgeschichte hatte, werden die Besucher beim Alten Rathaus erfahren.
Zur Darstellung der Dorfgeschichte zählen auch zwei Ausstellungen im alten Schulgebäude und im neuen Kindergarten. Thema: Schul- und Gemeindegeschichte in "alten Bildern". Aus mehr als 1000 alten Aufnahmen und Zeichnungen konnte Karl-Heinz Debacher die Ausstellung zusammenstellen.
In die szenischen Darstellungen der Ruster Geschichte werden auch die Vereine wie Musikkapelle, Gesangverein und Kirchchor eingebunden, erklärte Gorecky. Die Texte und Drehbücher sind ursprünglich von Karl-Heinz Debacher und dann von Theaterregisseur Eberhard Busch von "Auerbachs Kellertheater" aus Staufen für die Bühne bearbeitet worden. Er hatte bereits beim Laienschauspiel "Amerika liegt in Rust" vor zwei Jahren auf der Elzbühne mit der Gemeinde zusammengearbeitet.
Natürlich gibt es einen Festauftakt zum Jubiläumswochenende, der für Freitag, 19. Oktober, in der Rheingießenhalle geplant ist. Vorgesehen ist eine nicht zu lange Darstellung der Ruster Historie und Grußworte der Gäste. Es soll aber kein Absingen von Lobgesängen auf Rust werden, meinte Gorecky und Debacher unisono. Den musikalischen historischen Beitrag liefern die Gälfiäßler aus ihrem Programm "Badische Revolution".
Auftakt der Feiern mit Festakt in der Rheingießenhalle
Am Samstag und Sonntag, 20. und 21. Oktober, werden die Laienschauspieler die Szenen aus der Ruster Geschichte auf den Bühnen aufführen, am Samstag in der Zeit von 14 bis 18 Uhr, am Sonntag von 14 bis 19 Uhr. An beiden Tagen werden auch die Ausstellungen "Alt-Rust in Bildern" in der Schule und im neuen Kindergarten zu sehen sein. Die Texte für drei Szenen seien bereits geschrieben, die Laienspieler proben auch bereits, informierte Karl-Heinz Debacher. Um sicher und ungestört feiern zu können, wird es über die Tage auch ein Verkehrsleitsystem geben. Die Ortsmitte wird dabei für den Verkehr total gesperrt. Parkplätze sind im Bereich der Rheingießenhalle und im Bereich des neuen Kindergartens/Friedhof vorgesehen. Damit soll gleichzeitig eine Brücke zu den Gewerbegebieten geschlagen werden, erklärte Gorecky.
Und die Kosten für die Jubiläumsfeierlichkeiten? Gorecky erinnerte daran, dass der Gemeinderat für 1250-Jahrfeier 50 000 Euro im Haushaltsplan bereitgestellt habe. Dieses Budget solle ausreichen. Zum Jubiläum sollte auch ein Buch herauskommen, in dem mit Bildern das alte Rust dem neuen Rust gegenüber gestellt werden. Das Thema sei aber sehr schwierig zu erarbeiten, weil die neuen Bilder aus Rust aus der gleichen Perspektive wie die der alten Bilder gemacht werden müssten, so Gorecky. Dies sei heute aber nicht mehr überall möglich, weil sich das Ortsbild und die Gebäudesubstanzen sehr stark verändert hätten.
Quelle: Badische Zeitung, 07. August 2012
Autor: Adelbert Mutz
Natur aus neuer Perspektive erleben
03.05.2012
"Natur aus neuer Perspektive erleben"
DREI FRAGEN AN Sabine Hebding-Geiger zu "Frauen begegnen der Natur" im Naturzentrum Rust.
RUST/ALTDORF. Auf eine "Entdeckungsreise durch die Natur und die Jahreszeiten" will sich Sabine Hebding-Geiger (52) mit einem guten Dutzend Frauen von Freitag an aufmachen. "Frauen begegnen der Natur" nennt sich die neue vierteilige Veranstaltungsreihe am Naturzentrum Rheinauen in Rust. Was sich hinter dem Frühjahrsmodul "In Bewegung kommen" am 4. Mai und hinter der neuen Reihe verbirgt, wollte BZ-Redakteur Klaus Fischer von der in Altdorf lebenden Diplom-Agrarwissenschaftlerin wissen.
BZ: In Bewegung kommen – das klingt wie Joggen und Gymnastik im Freien.
Hebding-Geiger: Das wird es auch sein. Aber eben nur auch. In der Auftaktveranstaltung wie auch in der ganzen Reihe geht es um Umweltpädagogik und Umweltbildung. Ich bewege mich da ganz im Geiste des Naturzentrums. Die Gruppe wird auf einer kleinen Wanderung durch die Rheinauen Pausen mit einfachen und leichten Übungen aus Pilates und Yoga einlegen und zwischen dem Spaß an der Bewegung Einiges über die Natur, die uns umgeben wird, erfahren. Mein Ziel wird sein, nicht nur zu zeigen, dass Natur schön ist, sondern dass es auch gilt, sie zu wahren und zu schützen.
BZ: Und warum bieten Sie diese Erfahrung nur Frauen an?
Hebding-Geiger: Das Schöne am Naturzentrum ist, dass eine grundlegende Bereitschaft da ist, neue Wege zu gehen und neue Angebote zu machen. Die Idee für dieses spezielle Angebot an Frauen hat sich im Laufe meiner nun schon dreijährigen Zusammenarbeit mit dem Zentrum entwickelt. Es soll Frauen eine Möglichkeit für eine Auszeit aus ihrem Alltag bieten, deshalb haben wir auch den Freitag und Samstag für die Angebote ausgewählt. Sie sollen sich in den Stunden entspannen und ihre Kreativität ausleben dürfen. Und sie sollen Natur aus einer neuen Perspektive erleben. Darüber hinaus haben die Angebote auch einen pädagogischen Ansatz. Es geht in der Reihe um Naturschutz, Landschaftsschutz und Nachhaltigkeit – drei Begriffe, die bei den meisten Veranstaltungen im Naturzentrum im Zentrum stehen.
BZ: Apropos Kreativität. Land-Art und Stille erleben, das klingt danach. Aber was steckt dahinter?
Hebding-Geiger: Bei Land-Art geht es mir um künstlerische Installationen mit den Materialien, die wir in der Natur finden. Frauen kenne ich als Sammlerinnen, die von ihren Spaziergängen immer etwas mitbringen. Das unterscheidet sie von den Männern. Und mit diesen gesammelten Materialien werden wir sogenannte Waldbilder legen. Und besonders intensiv werden wir uns im Herbst der Stille widmen. Beispielsweise werden wir beim Streifzug durch die Rheinauen ganz neue Emotionen beim Lauschen auf die Stimmen im Wald entdecken. Abwechslung ist bei den vier Modulen garantiert – und viel Bewegung im Freien auch.
Frauen begegnen der Natur: Teil I, 4. Mai, In Bewegung kommen; Teil II, 23. Juni, Wir sind steinreich; Teil III, 22. September, Land Art. Teil IV, 17. November, Stille erleben. Treffpunkt jeweils um 16 Uhr beim Naturzentrum Rheinauen Rust. Anmeldung: 07822/864536. Kosten: 10 Euro.
Quelle: Badische Zeitung vom 03. Mai 2012
Autor: Klaus Fischer
Laufend helfen bei Sonnenschein
28.03.2012
Mehr als 300 Frauen, Männer und Kinder haben am Sonntag an der Aktion in Rust zugunsten von "einfach helfen" teilgenommen
Laufend helfen bei Sonnenschein
RUST. Ideales Wetter, gute Stimmung und ein gemütliches Frühlingsfest am Naturzentrum: So angenehm und einfach kann man im Frühling eine sozial-caritative Sache aktiv unterstützen. Über 300 wanderfreudige Menschen trafen sich am Sonntagnachmittag zu der Veranstaltung "einfach laufen für einfach helfen" beim Ruster Sportplatz.
Mauritia Mack, die Vorsitzende des Vereins, und ihr Team freuten sich über viele Gäste. Das Vorjahresergebnis konnte kräftig erhöht werden und der Ruster Bürgermeister Günter Gorecky warb beim Start schon für das kommende Jahr: Der Sonntag vor Öffnung des Europa-Parks soll fest dieser besonderen Veranstaltung gehören, bei der das Naturzentrum Rheinauen als Partner des Vereins fungiert. Der Bürgermeister schnitt mit der Vorsitzenden Mauritia Mack zum Start ein Band durch, die weitere Wegführung überließ er aber Gemeinde-Ranger Alexander Schindler. Zwei Strecken standen in diesem Jahr wieder zur Auswahl: Jeder Teilnehmer zahlte fünf Euro in die Spendenkasse, die Kinder durften kostenlos mit auf die Strecke. Die Startgebühr geht direkt an den Verein "einfach helfen", der seit seiner Gründung im Sommer 2008 bereits vielen Menschen in der Region, die durch eine schwere Krankheit in Not geraten sind, geholfen hat. Mit von der Partie waren am Sonntag auch der Landtagsabgeordnete und frühere Staatsminister Helmut Rau und der
Die Gruppe ging gemeinsam über den Hochwasserdamm, was ein sehr imposantes Bild für den Betrachter aus der Ferne abgab. An einem Gabelungspunkt verteilte sich die Wandergruppe auf die beiden Strecken: Eine Gruppe ging fünf Kilometer, die andere wählte die längere Strecke mit sieben Kilometern. Treffpunkt war für beide Gruppen das Naturzentrum. Dort saß man gemütlich in der Sonne und genoss den Kaffee und Kuchen oder ein Würstle im Weck. Isabella Linsin vom Naturzentrum Rheinauen bot im Rahmen des Festes nach der Wanderung Bastel-Workshops für die Kinder an.
In diesem Jahr fiel das Kuchenbuffet besonders groß aus: Die Volkstanzgruppen aus Wolfach und Hausach nahmen nicht nur personell am Lauf teil, sie hatten auch 36 Kuchen für den Verein gespendet. Der Hintergrund für das Engagement: "einfach helfen" unterstützt im Kinzigtal eine Familie. Die Mutter starb, als das jüngste Kind nur wenige Monate alt war, drei weitere Kinder gilt es ebenso zu betreuen. Der Verein half der vom Schicksal getroffenen Familie getreu dem Vereinsmotto schnell und unkompliziert.
Viel Lob gab es von den Teilnehmern für die Organisation und den gelungenen Nachmittag. Sie versprachen, auch im kommenden Jahr wieder mitzuwandern. Man war sich einig: Mit einem schönen Spaziergang in den Frühling eine gute Sache unterstützen, das hat allen gefallen.
Weitere Informationen unter http://www.einfachhelfen-ev.de
Quelle: Badische Zeitung
28.März 2012
Ranger werden zu Scouts
10.03.2012
Naturzentrum Rheinauen bietet in diesem Jahr neue Formen der Umweltpädagogik an
Ranger werden zu Scouts
Naturzentrum Rheinauen bietet in diesem Jahr neue Formen der Umweltpädagogik an
RUST. Umweltpädagogik ist Alexander Schindlers große Passion. Wenn der Ranger und Chef des Naturzentrums Rheinauen in Rust über seine Pläne und Aktivitäten spricht, wie er bei Kinder und Jugendlichen ein Bewusstsein für den behutsamen Umgang mit Natur und Umwelt entwickeln will, gerät das Gespräch schnell zum intensiven Referat. Im Jahr 2012 legt der 32-Jährige den Schwerpunkt seiner Arbeit auf Nachhaltigkeit. Will heißen: Es gibt im Naturzentrum verstärkt Angebote für Jugendliche und ältere Semester.
Von einem Leitgedanken wird Ranger Schindler allerdings nicht abweichen: "Naturschutz fängt für mich bei den Kindern an. Und was die Kinder nicht kennen, können sie jetzt und später auch nicht schützen. Außerdem bleiben Kinder die besten Multiplikatoren, was sie hier bei uns lernen, nehmen sie mit nach Hause in Gespräche mit ihren Eltern." Und so bleiben die Ranger AG oder Kooperationen wie "Gärtnern macht stark" mit der Initiative "Wo wissen wächst" Basis seiner Arbeit in der Umweltpädagogik mit Kindergärten und Schulen. Immerhin wurden im vergangenen Jahr über diese Formate an die 6500 Kinder zwischen Offenburg und Emmendingen erreicht, die im und um das Naturzentrum aktiv waren.
Die Ranger AG, ein Angebot für Grundschüler, das ganz speziell auf die Lehrinhalte der jeweiligen Klasse und mit den Fachlehrern abgestimmt ist, wird in diesem Jahr ausgebaut. "Die Lehrerinnen und Lehrer und vor allem die Kinder hatten großes Interesse, dass sie im Laufe eines Schuljahres mehrmals kommen dürfen und die Veränderungen der Natur über die Jahreszeiten hinweg unter Anleitung von mir, meinen Kollegen oder mit unseren ausgebildeten Sommerrangern studieren können", beschreibt Schindler die große Nachfrage. Deshalb wird das Naturzentrum in diesem Jahr ein sogenanntes Ranger-Abo anbieten. Grundschullehrer können dann nach eigenem Ermessen übers Jahr zwischen vier und zwölf Termine buchen.
"Frauen begegnen der Natur" heißt ein Angebot im Naturzentrum
Als eine Art Weiterentwicklung zur Ranger AG sieht Schindler die "Rheinauen-Scouts", die im September starten sollen. Ziel diesen Angebots, das nicht an Schulklassen gebunden ist, sondern sich gezielt an Jugendliche der Klassenstufe fünf bis sieben richtet, wird sein "die Saat, die wir in der Ranger AG ausgesät haben, weiter zu pflegen" (Schindler). Das im Grundschulklassenverband geweckte Interesse an der Natur soll mit dem Übergang in Werkreal-, Realschule oder Gymnasium nicht abgewürgt werden, sondern die Kinder sollen die Möglichkeit bekommen, ganz individuell Erfahrungen in der Natur zu machen.
Immer stärker, so Schindler, würden beim Naturzentrum auch von Erwachsenen Aktivitäten nachgefragt, was den Ranger auch deshalb freut, weil er sich in seiner Einschätzung bestätigt sieht, dass die Kinder ihre positiven Erfahrungen in der Zusammenarbeit mit dem Naturzentrum nach Hause mitnahmen und weitererzählten. "Viele Kinder wissen inzwischen mehr über das Leben der Mehlschwalbe oder die Überlebensstrategien von Fledermäusen im Winter als ihre Eltern", sagt Schindler.
Neben den bereits bekannten Angeboten wie der Kräuterwerkstadt oder Kunst aus Holz wird das Naturzentrum in diesem Jahr ein ganz spezielles Angebot an Frauen machen. "Es soll der Entschleunigung dienen und zu besonderen Erlebnissen mit der Natur führen", beschreibt Schindler das Format "Frauen und Natur". An vier Nachmittagen im Mai (4.), Juni (23.), September (22.) und November (17.) werden sich Frauen unter der Leitung von Sabine Hebding-Geiger Themen wie "In der Natur bewegen" oder "Mit Frauen Stille erleben" widmen.
Badische Zeitung /10.März 2012
Autor: Klaus Fischer