08.06.2016

Die Natur soll erlebbar gemacht werden

aus der Badischen Zeitung vom 8. Juni 2016

Die Dauerausstellung "Wilde Welten Rheinauen" im Naturzentrum Rheinauen wurde erweitert.

Der Auerhahn streckt majestätisch sein Gefieder, Fuchs und Hase sagen sich friedlich gute Nacht und der Hecht äugt hungrig auf die netten Happen, die neben ihm aufgestellt sind. Willkommen in der neuen Dauerausstellung "Wilde Welten Rheinauen", die am vergangenen Samstag im Obergeschoss des Naturzentrums Rheinauen eröffnet wurde.

Aus der Ausstellung "Fischfang in der Region", die bereits im vergangenen Jahr eröffnet wurde, ist jetzt eine ganzheitliche Ausstellung geworden. Die Landtiere sind dazu gekommen und runden nun das Angebot an Flora und Fauna komplett ab: Biber, Nutria, Eichelhäher und sogar ein Auerhahn aus dem Jahr 1936 sind in der Ausstellung zu sehen. Dazu gibt es viel interaktive Angebote unter den rund 50 Exponaten. Ein kleiner Hochsitz ist Zentrum der Ausstellung und da kann man sich auch eine "Duftprobe" vom Wildschwein gönnen.

Bürgermeister Kai-Achim Klare erklärt die Intention der Ausstellung. Das an dieser Stelle die Tier- und Pflanzenwelt überdacht und somit wetterunabhängig gezeigt werde, sei zu kurz gedacht. Vielmehr habe man nicht immer und regelmäßig das Glück, Reh, Fuchs oder Hect in der freien Natur zu erleben. Insbesondere Kinder, aber auch Erwachsene, kennen die gezeigten Tiere allenfalls aus Erzählungen oder Dokumentarfilmen. Diese Lücke möchte die neue Dauerausstellung schließen: Sie vermittelt direkt und hautnah wie die Tiere aussehen, wie groß und wie klein sie in der Natur sind, wie sie leben, wie sie sich anfühlen und sogar teilweise wie sie riechen. Die Ausstellung würde damit ein Stück Natur direkt erlebbar und damit auch besser erzählbar machen, so Klare. Viele helfenden Hände waren nötig, um die große Ausstellung zu realisieren. Dank zollt der Bürgermeister dem Landesjagd- und dem Fischereiverband für die Bereitstellung der Exponate. Die örtliche Fischerzunft und der Angelverein fungierten als Experten. Freundeskreis, pädagogischer Beirat und viele Aktive hätten mit Herz und Hand zusammen gearbeitet, namentlich lobte er Daniela Bux. Besonder bedankte sich der Bürgermeister beim Team des Naturzentrum um Ranger Alexander Schindler und beim Europa-Park, der die Beschilderung für die Ausstellung hergestellt hat.

Knut Wälde vom Landesjagdverband freute sich ob der gelungenen Ausstellung. Der Landesobmann für Natur- und Artenschutz, Landwirtschaft und Wildschadensfragen versicherte, dass man gerne daran mitgearbeitet habe.


veröffentlicht in der gedruckten Ausgabe der Badischen Zeitung

08. Juni 2016

Autor: br