30.09.2019

Ökologische Maßnahmen mit gestalterischem Anspruch

Pressemitteilung der Gemeinde Rust vom 30. September 2019.

Schön und spannend: Ausgleichsmaßnahmen zum Bau der neuen Wasserwelt des Europa-Park schaffen Naherholungsraum in Rust.
 
RUST. Im Rahmen des Bauvorhabens „Wasserpark“ des Europa-Park wurde eine ökologische Arbeitsgruppe gegründet, die es sich zur Aufgabe gemacht hat, die Flächenversiegelung und die Eingriffe in die Natur bestmöglich auszugleichen. Insgesamt 117 Seiten umfasst der Katalog mit naturschutz- und artenschutzfachlichen Maßnahmen, die in Abstimmung mit dem Landratsamt des Ortenaukreises, erarbeitet wurden. 
 
Heute, vier Jahre nach dem ersten Treffen der Arbeitsgruppe, lässt sich bei einem Spaziergang rund um das neue Hotel Krønasår und den noch im Bau befindlichen Wasserpark, schnell der Eindruck gewinnen, dass in dem Gebiet die Ergebnisse der Ausgleichsmaßnahmen weit über das Mindestmaß hinausgehen. Es ist ein Naherholungsgebiet entstanden. Jürgen Sedler aus dem Europa-Park und Vertreter der Arbeitsgruppe erklärt: „Der Anspruch der ökologischen Arbeitsgruppe war nicht nur die Umsetzung der Maßnahmen, sondern es wurde immer auch das gestalterische Element mit in die Planungen einbezogen. Wir wollten ein Gelände schaffen, welches nicht nur nach ökologischen Maßstäben als gewinnbringend bewertet werden kann, sondern auch einen Raum kreieren, der spannend, schön und lehrreich ist. Bürgerinnen und Bürger, Gäste und auch Schulklassen und Kindergärten können das Areal nun sinnvoll nutzen.“
 
Dieser Anspruch begründet, warum sich die Arbeitsgruppe aus Vertretern unterschiedlicher Bereiche zusammensetzt. Der Europa-Park, die Gemeinde, vertreten durch Alexander Schindler in seiner Funktion als Leiter des Naturzentrums Rheinauen und der Förster Lothar Bellert, sowie externe Natur- und Umweltexperten treffen sich in regelmäßigen Abständen und planen die einzelnen Schritte.
 
Dabei sind bisher unter anderem fünf Amphibienhügel, ein Bienen-Pavillion mit acht Bienenvölkern, mehrere Versickerungsbecken, eine fast 190.000 Quadratmeter große Blühwiese und ein Wildkorridor entstanden. Es wurden 1.300 Eichen im Waldgebiet Eiserne Hand gesetzt, über 100 Nistkästen angebracht und ein Lärmschutzwall durch 500 Hartriegel, 60 weiße Birken und Einsaat errichtet. Weitere Projekte wie ein Family Trail, ein Fußgängerweg, ein Wasserpfad und ökologische Erlebnisstationen sind in Planung.
 
 
Bild: Das Versickerungsbecken macht deutlich, dass Ästhetik und Ökologie sich nicht ausschließen müssen. Das Steinlabyrinth bietet nicht nur Amphibien wertvollen Lebensraum sondern kann auch von Kindern als Erlebnisort genutzt werden.