Entwicklung des Maßnahmenkatalogs

Auf der Basis der vorangegangenen Untersuchungen werden in Zusammenarbeit mit lokalen Akteuren kommunale Klimaschutzziele und konkrete lokale Klimaschutzmaßnahmen erarbeitet.

 

Akteuersbeteiligung

Kommunaler Klimaschutz muss von vielen Akteuren vor Ort getragen werden. Deshalb ist es unbedingt notwendig alle beteiligten Akteure in den Prozess zur Erstellung eines Klimaschutzkonzeptes einzubinden und sich mit ihnen abzustimmen. Dies gelingt besonders gut in Einzelgesprächen und in Workshops. Zu den Akteuren gehören neben dem Vertreter des Naturzentrums Rheinauen, die Bürger, verantwortliche und zuständige Personen der Gemeindewerwaltung, Vertreter der lokalen Politik, Gewerbetreibende in Rust, Vertreter der Energieversorger und von Interessenserverbänden.

Einladung zum Ziele Workshop am 27. Juli um 19.00 Uhr im Bürgersaal des alten Rathauses

Im Rahmen des vom BMUB geförderten Klimaschutzkonzepts wird verlangt, quantitative CO2-Einsparungen für die ausgewählten Klimaschutzmaßnahmen vorzulegen. Die Ziele sollen sich an die Vorgaben des Bundes und der Länder orientieren: Für die Kommune bietet dies die Möglichkeit, eine Orientierung über die realen Einsparpotenziale für die nächsten 10 Jahre zu erhalten, auch wenn marktwirtschaftliche Prozesse oder rechtliche Vorgaben des Bundes diese Ziele natürlich positiv oder negativ beeinflussen können.

Gemeinsam mit Vertretern und Bürgern der Gemeinde Rust werden die von der badenova im Voraus berechneten Ziele vorgestellt und diskutiert. Dabei wird auch darauf eingegangen, welche Bedeutung Klimaschutzziele im Allgemeinen haben. Die Gemeinde bekommen somit die Möglichkeit Einfluss darauf zu nehmen, welche CO2-Einsparziele in der Öffentlichkeit kommuniziert werden sollen und welcher Aufwand zu betreiben ist, um bestimmte quantitative Ziele zu erreichen. Gewünscht ist daher die Beteiligung von Mitarbeitern der Verwaltung, von Gemeinderäten aber auch von Bürgern bzw. Akteuren (z.B. auch des Hotelgewerbes) an dieser Veranstaltung.

Die Ergebnisse werden am Ende des Klimaschutzkonzepts dem Klimaschutz-Bekenntnis beigefügt, welches dann vom Gemeinderat in einer öffentlichen GR-Sitzung zu beschließen ist.

Zur Einladung

Was bisher war

Erster Workshop: 10. Mai 2017 "Energiewerkstatt"

Die Energiewerkstatt war Auftakt des Prozesses zur Erarbeitung des Klimaschutzkonzeptes auf Grundlage der zuvor von der badenova durchgeführten Klimaschutzstudie. Im Workshop, zu der die Gemeinde eingeladen hatte und der in Zusammenarbeit mit der badenova durchgeführt wurde, entwickelten Bürgerinnen und Bürger zahlreiche Ideen für den kommunalen Klimaschutz.

Auf Kärtchen schrieben die Teilnehmerinnen und Teilnehmer ihre Ideen auf. Ziel war herauszufinden, welche Maßnahmen die Gemeinde anstoßen könnte, um den Klimaschutz voranzutreiben. Im Wesentlichen ergaben sich vier Handlungsfelder, die für die Gemeinde Relevanz besitzen:

  • Erneuerbare Energien (Speicherung von Energie, Photovoltaik)
  • Energieeffizienz und Energie sparen (Klimatisierung, Heizung, Blockheizkraftwerk, Nahwärme)
  • Mobilität (Radfahren, E-Mobilität, ÖPNV, Car-Sharing, Verkehrsregelung)
  • Gemeinde (Straßenbeleuchtung, Gebäude, Bewusstsein, Förderung)

Die Themenfelder wurden von den Teilnehmerinnen und Teilnehmern bepunktet und priorisiert. Die Themen mit den meisten Punkten bildeten die Basis für die sich anschließende Diskussionsrunde. An vier Arbeitstischen wurden Visionen entwickelt, Ziele formuliert und Umsetzungsmöglichkeiten diskutiert. Jede Arbeitsgruppe trug zum Schluss ihre Ergebnisse den anderen drei Gruppen vor - dabei wurden Fachfragen gleich mit geklärt.

Protokoll Energiewerkstatt

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So geht's weiter

Im weiteren Schritt werden die Ideen der Teilnehmer vom Team der badenova ausgewertet, in konkrete Maßnahmen überführt und anschließend dem Gemeinderat vorgestellt. Dieser hat dann die Möglichkeit eine Rangfolge der Maßnahmenumsetzung vorzuschlagen. Es folgt ein weiterer Workshop, in dem die Klimaschutzziele für die Gemeinde auch quantitativ formuliert werden sollen, bevor es dann in die Realisierungsphase geht.

Der Zeitplan:

  • Der Gemeinderat berät über die vorgeschlagenen Maßnahmen
  • Die quantitativen Klimaschutzziele werden formuliert (Klimaschutzleitbild)
  • Erstellung eines Maßnahmenkatalogs: Es werden alle neuen Maßnahmen zur Treibhausgasreduzierung und/oder Förderung der Nachhaltigkeit, die gemeinsam mit den Akteuren erarbeitet wurden, übersichtlich, umseztungsorientiert und konkret beschrieben.
  • Beschluss zur Umsetzung des erarbeiteten Klimaschutzkonzeptes, öffentliche Präsentation