27.04.2021

Wissenswertes zur Stockente

Was tun, wenn Enten im Frühjahr brüten?

Nestbau

Stockenten sind anpassungsfähig und die Wahl des Brutplatzes kann auch schon mal auf Gebäude oder Bäume fallen. Sobald sich die Stockenten für einen Platz entschieden haben, lassen sie sich kaum mehr vertreiben.

Brut

Das Gelege einer Stockente kann sieben bis elf Eier umfassen, wobei das Weibchen täglich ein Ei legt. Sie brütet auch alleine die Eier aus, das Männchen ist für den Schutz des Nestes zuständig.

Küken

Sind die Küken geschlüpft, sollten sie so schnell wie möglich an ein Gewässer gelangen. Bereits nach sechs bis zwölf Stunden machen sich die Jungen mit dem Muttertier auf den Weg. Stockenten sind Nestflüchter, sie sind also von Beginn an in der Lage, zu laufen und sich selbst zu ernähren. Auf dem Speiseplan stehen in der ersten Zeit Insekten.

Bitte beachten: Das Bereitstellen von Futter und Wasser sind keine geeigneten Maßnahmen, um die Küken zu versorgen.

Auf dem Weg zum Gewässer

Kleine Hindernisse auf dem Weg können Küken selbst gut überwinden. Bei größeren Hindernissen wie Straßen, Baugruben, etc. sind möglicherweise Eingriffe von außen notwendig.

Dafür muss als erstes die Mutter der Küken eingesammelt und in einer Schachtel o. ä. untergebracht werden. Eine Ente hält man am besten mit beiden Händen um den Körper und fixiert dabei die Flügel. Vorsicht mit dem Schnabel, auch Enten können beißen!

Als nächstes können die kleinen Stockenten gefangen werden und ebenfalls in einer  separaten Schachtel verstaut werden.

Am Gewässer

Zuerst sollten die Küken freigelassen werden. Sobald diese beginnen zu piepsen, lässt man auch das Muttertier frei, die damit ihre Jungen erkennt.

Bitte beachten: Die Küken nicht direkt im Gewässer absetzen. Besser eignet sich ein flaches Stück naturnahes Ufer. Gartenweiher und Teich sollten vermieden werden.