14.03.2017

Dringende Bitte an alle Besucher und Spaziergänger im NSG Elzwiesen

Das Regierungspräsidium Freiburg, Abteilung Umwelt bittet um Beachtung.

Die Wiesenlandschaft der Elzwiesen hat einen ganz besonderen Reiz und zieht daher viele Besucher an. Das Naturschutzgebiet Elzwiesen ist aber auch ein wichtiger Rückzugsraum für seltene und bedrohte Wiesenbrüter, wie z.B. den Großen Brachvogel und ein wichtiges Rast- und Nahrungsgebiet für zahlreiche Vogelarten weit über die Region hinaus.

Der Verlust ihrer natürlichen Lebensräume ist der Hauptgrund für das Verschwinden zahlreicher Tier- und Pflanzenarten weltweit. Durch die Einrichtung von Naturschutzgebieten werden Tiere und Pflanzen wenigstens in diesen vergleichsweise kleinen Bereichen geschützt. Damit der Schutz auf kleiner Fläche erfolgreich sein kann, benötigen wir in diesen Gebieten - wie hier in den Elzwiesen - Ihre Mithilfe. Die Erhaltung des Wiesengebiets mit seiner Artenvielfalt und als Erholungsraum für die Bevölkerung ist nur im gemeinsamen Miteinander möglich.

Genießen Sie Ihren Spaziergang in der Natur! Um den Schutz der Vogelarten zu gewährleisten, bitten wir Sie jedoch um Rücksichtnahme, damit für die Tiere ungestörte Rückzugsräume in den Wiesenflächen verbleiben. Nur so ist gewährleistet, dass Vögel, aber auch Hasen und Rehe ihre Jungtiere aufziehen können. Wichtig ist auch, dass die Rastvögel, die auf ihren teilweise sehr langen Flügen hier pausieren, nicht unnötig ihre Energiereserven verbrauchen, indem sie aufgescheucht werden.

Menschen und Hunde, die sich abseits der vorhandenen Wege bewegen und aufhalten, verursachen leider sehr leicht Störungen und teilweise sogar die Aufgabe der Nester. Das Aufscheuchen von Rehen kann zudem zu Wildunfällen auf den angrenzenden Straßen fürren.

Sie können als Besucher und Spaziergänger einen wichtigen Beitrag zum Schutz der Tiere auf den Elzwiesen leisten, indem Sie folgende Punkte beachten:

  • Bleiben Sie auf den asphaltierten Wegen und betreten Sie keine Graswege oder Wiesen
  • Die Elzdämme dürfen während der Brutzeit vom 1. März bis 30. Juni nicht betreten werden
  • Führen Sie Hunde im Gebiet ausschließlich an der Leine
  • Bedienen Sie keine Modellflugzeuge, Drohnen und andere Flugobjekte im Gebiet
  • Befahren Sie das Gebiet nur auf den für den öffentlichen Verkehr zugelassenen Straßen. Der Heuweg und die ehemalige Kreisstraße zwischen Ringsheim und Rheinhausen sind ausschließlich der Nutzung von Anliegern vorbehalten dürfen mit Kfz Kraftfahrzeugen nicht befahren werden.

Leider sind die Störungen der Tiere im Gebiet in den letzten Jahren angestiegen, so dass die Naturschutzverwaltung ab 2017 nochmal verstärkt für das wichtige Thema sensibilisieren möchte. In der nächsten Zeit werden Sie daher auch immer wieder Personen des ehrenamtlich tätigen Naturschutzdienstes im Gebiet antreffen, die Sie gerne ausführlich über die Schutzziele des Gebiets informieren und Ihre Fragen beantworten. Die Einhaltung des Fahrverbots wird im Rahmen polizeilicher Kontrollen überprüft.

 

Claudia Leitz, Regierungspräsidium Freiburg, Referat 56