30.09.2019

"Kein Stress für Mensch und Tier"

Wegekonzept Vorstellung 2019

Pressemitteilung der Gemeinde Rust vom 30. September 2019.

Das Regierungspräsidium Freiburg stellt das neue Wegekonzept zur Besucherlenkung im Naturschutzgebiet vor.
 
RUST. Regierungspräsidentin Bärbel Schäfer konnte bei der Veranstaltung am „Steinsporer“ in Rust den geladenen Gästen sieben neue Wege vorstellen, die künftig die Besucherinnen und Besucher durch das Naturschutzgebiet führen werden. Das Konzept, welches mit Unterstützung einer deutsch-französischen Arbeitsgruppe entstanden ist, will vor allem Balance halten zwischen der Bewahrung und Aufwertung des einzigartigen Naturraums Taubergießen sowie der Erlebbarkeit der Natur für interessierte Gäste beiderseits des Rheins. Dies wird durch großzügige Ruhebereiche für Tiere und Pflanzen im Gebiet und durch mit Schildern und Informationen ausgestaltete Wege erreicht.
 
Die Gäste, darunter die Bürgermeister der Gemeinden Rheinhausen, Rust und Kappel-Grafenhausen sowie Rhinau, die Landtagsabgeordnete Marion Gentges und der Leiter der Abteilung Naturschutz im Ministerium für Umwelt, Klima und Energiewirtschaft Baden-Württemberg Karl-Heinz Lieber zeigten sich beeindruckt von der beispielhaften, grenzüberschreitenden Zusammenarbeit und der modernen Besucherlenkung. Besonderer Dank für die Ausarbeitung des Konzeptes ging an Frau Dr. Bettina Saier von der ökologischen Station Taubergießen und für die gestalterische Umsetzung an Peter Klüber.
 
14 zweisprachige Informationstafeln mit Verhaltensregeln und über 200 Hinweisschilder entlang Strecken, die in den letzten Tagen von den Bauhöfen der Gemeinden angebracht wurden, sorgen von nun an für Wanderer, Radfahrer und Bootsfahrer für mehr Orientierung im Naturschutzgebiet. Die sieben Wege sind thematisiert und weisen auf charakteristische Tierarten hin. Kartenmaterial zu dem neuen Wegekonzept ist in Rust in der Tourist-Information und im Naturzentrum Rheinauen erhältlich.
 
Die neue Besucherlenkung ist ein Baustein des Entwicklungskonzepts für das Naturschutzgebiet Taubergießen, welches das Regierungspräsidium seit einigen Jahren verfolgt. Insbesondere die grenzüberschreitende Zusammenarbeit soll auch weiter fortgeführt und in die weiteren Schritte miteingeplant werden. Aktuell ist eine Machbarkeitsstudie zur ökologischen Aufwertung der Lebensräume am Rhein geplant.
 
 
Bild: Vorstellung des neuen Wegekonzeptes im Naturschutzgebiet Taubergießen (v.l.n.r.): Dr. Bettina Saier (Leiterin Ökologische Station Taubergießen), Karl-Heinz Lieber (Leiter der Abteilung Naturschutz im Ministerium für Umwelt, Klima und Energiewirtschaft Baden-Württemberg), Jochen Paleit (Bürgermeister Kappel-Grafenhausen), Bärbel Schäfer (Regierungspräsidentin Freiburg), Jean-Paul Roth (Bürgermeister Rhinau), Dr. Jürgen Louis (Bürgermeister Rheinhausen), Marion Gentges (Landtagsabgeordnete) und Kai-Achim Klare (Bürgermeister Rust)