Erhöhte Waldbrandgefahr

Ab sofort gilt Feuerverbot im Wald.

Grillstellen in den Wäldern im Ortenaukreis werden wegen akuter Waldbrandgefahr gesperrt

Durch die anhaltende Trockenheit, Wind und die weiterhin hohen Temperaturen hat die Waldbrandgefahr zugenommen, sowohl nach Einschätzung des Deutschen Wetterdienstes als auch des Waldwirtschaftsamtes des Ortenaukreises. Der Ortenaukreis hat deshalb eine Allgemeinverfügung erlassen, die das Grillen und offenes Feuer im und am Wald untersagt. Dies gilt ab Freitag, 16. Juni. Alle öffentlichen Feuer- und Grillstellen im Wald sind bis auf Widerruf gesperrt. „Leider lassen uns die Wetterprognose und der ausbleibende Regen keine andere Wahl. Ab sofort ist die Nutzung vorhandener Feuer- und Grillstellen im Wald und in einer Entfernung bis zu 100 Metern zum Wald, einschließlich mitgebrachter Grills, verboten“, erklärt Waldwirtschaftsamtsleiter Hans-Georg Pfüller, der zusätzlich appelliert, das ohnehin vom 1. März bis 31. Oktober geltende Rauchverbot im Wald weiterhin strikt zu beachten. „Bereits eine einzelne achtlos weggeworfene Zigarette kann verheerende Folgen haben“, so Pfüller, der alle Besucher im Wald bittet, besonders achtsam zu sein und im Ernstfall ein Feuer oder Rauchentwicklung unter der europaweiten Notruftelefonnummer 112 zu melden und im Bedarfsfall auch die anrückenden Einsatzkräfte zum Brandort zu lotsen.

Dabei sollten – wenn möglich – die folgenden Informationen angegeben werden:

  1. Wo genau brennt es?
  2. Wie groß ist die Brandfläche?
  3. Ist es ein Bodenfeuer oder brennen auch bereits die Wipfel der Bäume?
  4. Wie kommt die Feuerwehr am günstigsten zum Brandort?
  5. Wo sind Wasserentnahmestellen?
  6. Wenn möglich, bitte vor Ort bleiben, damit die Brandstelle für die Feuerwehr erkennbar ist.
  7. Selbst löschen nur dann, wenn dies möglich ist und eine Eigengefährung ausgeschlossen werden kann!

Die Allgemeinverfügung ist auf der Seite des Ortenaukreises unter www.ortenaukreis.de/bekanntmachungen abrufbar.

Aus diesem Grund richten sich das das Amt für Brand- und Katastrophenschutz und das Amt für Waldwirtschaft des Ortenaukreises mit Tipps zur Vermeidung von Bränden direkt an die Bevölkerung:

Werfen Sie keine Zigaretten oder andere brennende Gegenstände in die Natur – erst recht nicht aus dem Fahrzeug! Schnell kommt es zu einem Böschungsbrand an Autobahnen und anderen Straßen.
 
Lassen Sie niemals Fahrzeuge mit heißen Abgasanlagen auf trockenen Feldern oder Wiesen stehen. Es besteht die Gefahr, dass sich die Vegetation daran entzündet. Dies betrifft neben allen Modellen mit am Fahrzeugboden liegenden Katalysatoren (viele Pkw mit Otto-Motoren) künftig auch immer mehr Fahrzeuge mit der Abgasnorm „Euro VI“. Werden diese in den Regenerationsmodus geschaltet, können sehr hohe Temperaturen auftreten.
 
Beachten Sie auf jeden Fall das in den Wäldern geltende Rauchverbot vom 1.März bis 31.Oktober!
 
Offenes Feuer ist im Waldgebiet nur an behördlich genehmigten und entsprechend gekennzeichneten Feuerstellen zulässig. Besteht eine abstrakte Brandgefahr, wie z. B sehr trockene oder nahegelegene Waldflächen, fliegende Glut, zu erwartender unsachgemäßer Umgang mit dem Feuer und der Brandstelle, ist auch das Entzünden von Feuer an diesen Stellen verboten! Das Feuer komplett ausbrennen lassen, eine Glut muss abgelöscht werden. Der zunehmende Wind, etwa vor einem Gewitter, könnte das Feuer sonst wieder entfachen und bereits ein fliegender Funke könnte zum Waldbrand führen. Grillen Sie in der Natur deshalb nur auf dafür ausgewiesenen Plätzen. Respektieren Sie Verbote zum Beispiel in Waldbrand gefährdeten Gebieten.Melden Sie Brände oder Rauchentwicklungen sofort über den Notruf 112. Hindern Sie Entstehungsbrände durch eigene Löschversuche an der weiteren Ausbreitung nur, wenn Sie sich dabei nicht selbst in Gefahr bringen.
 

Wir danken für Ihr Verständnis und ihr umsichtiges Verhalten.

(Erstellt am 19. Juni 2023)