Defibrillator-Standort

Drei Männer stehen vor dem Eingang einer Halle und halten einen Defibrillator in den Händen

Verschiedene Erkrankungen des Herzens können zu lebensbedrohlichen Herzrhythmusstörungen und im schlimmsten Fall zum Herzstillstand führen. In einem solchen Moment kann ein Defibrillator lebensrettend sein.

Um die Überlebenschancen bei Herznotfällen zu verbessern und somit die Sicherheit unserer Bürgerinnen und Bürger sowie der Gäste im Ort zu erhöhen, sind in Rust an mehreren Orten öffentlich zugängliche Defibrillatoren, auch als AEDs (Automatisierte Externe Defibrillatoren) bekannt, zu finden.

Die Standorte sind klar gekennzeichnet und leicht zugänglich.

Wo finde ich die Defibrillatoren in Rust?

Defibrillatoren weltweit

Hier werden Ihnen automatisierte, externe Defibrillatoren (AED) weltweit angezeigt. So können Sie jederzeit und überall schnell den nächstgelegenen AED finden.

Was ist ein Defibrillator?

Ein Defibrillator ist ein medizinisches Gerät, das über Elektroden Stromstöße abgibt, um den gestörten Herzrhythmus zu normalisieren.
Fachleute unterscheiden zwei Arten von Defibrillatoren: Externer Defibrillator (AED) und Implantierbarer Defibrillator (ICD).

Wann kommt ein externer Defibrillator zum Einsatz?

Der automatisierte externe Defibrillator (AED) wird eingesetzt, wenn bei einer Person plötzlich lebensbedrohliche Herzrhythmusstörungen auftreten. Der AED ist so konzipiert, dass er in einer Notfallsituation problemlos von Laien eingesetzt werden kann.

Über eine Sprachfunktion gibt das Gerät Schritt-für-Schritt-Anweisungen, die je nach Modell durch erklärende Zeichnungen ergänzt werden.

Allerdings sollte ein Defibrillator nur dann verwendet werden, wenn die Herzdruckmassage hierfür nicht länger unterbrochen werden muss. Optimal sind mindestens zwei Ersthelfer beziehungsweise Ersthelferinnen vor Ort. So kann eine helfende Person bereits mit der Herzdruckmassage beginnen, während die andere Person das Gerät holt. Andernfalls sollte die Herzdruckmassage Priorität haben, damit unter anderem das Gehirn durch das manuell gepumpte Blut weiterhin mit Sauerstoff versorgt wird.

Wie wird ein externer Defibrillator (AED) richtig angewendet?

Finden Sie eine reglose Person vor, schauen Sie zunächst, ob diese nur bewusstlos ist oder tatsächlich ein Herz-Kreislauf-Stillstand vorliegt. Reagiert die Person weder auf Ansprechen noch auf kräftige Berührungen und ist keine regelmäßige Atmung sichtbar, hörbar oder fühlbar, liegt ein Herz-Kreislauf-Stillstand vor. Dann ist sofortiges Handeln erforderlich:

  1. Rufen Sie den Notruf (112)
    Wählen Sie die 112, um einen Notarzt oder eine Notärztin zu rufen. Dann beginnen Sie sofort mit einer Herzdruckmassage. Sind noch weitere Helfer oder Helferinnen in der Nähe, starten Sie direkt mit der Herzdruckmassage und bitten die anderen Anwesenden, den Notruf zu wählen. Anschließend muss jemand den AED holen, einschalten und den sprachlichen Anweisungen des Geräts folgen.
  2. Oberkörper des Patienten oder der Patientin freimachen
    Die Haut sollte möglichst trocken sein.
  3. Defibrillationselektroden korrekt auf dem nackten Brustkorb positionieren
    Eine Elektrode sollte unterhalb des rechten Schlüsselbeins und eine Elektrode an der linken Brustkorbseite, etwa eine Handbreit unterhalb der Achselhöhle aufgeklebt werden.
  4. Nun gilt es, die AED-Analyse abzuwarten, die das Gerät selbstständig durchführt, die Person darf währenddessen nicht berührt werden
    Das AED prüft nun automatisch den Herzrhythmus und entscheidet, ob eine Schockabgabe nötig ist. Um die Ergebnisse nicht zu verfälschen, darf in dieser Zeit niemand die betroffene Person anfassen. Die bis dahin ausgeführte Herzdruckmassage sollte also unterbrochen werden.
  5. Anweisungen des Geräts folgen
    Je nachdem, ob es sich um einen voll- oder halbautomatischen Defibrillator handelt, führt das Gerät den Schock selbstständig aus oder fordert Sie auf, den entsprechenden Knopf zu betätigen.
  6. Der Sprachanleitung weiter folgen
    Nachdem der AED den Schock abgegeben hat, muss die Herzdruckmassage weiter fortgesetzt werden, bis die Person reagiert, die normale Atmung wieder einsetzt oder die Sanitäter und Sanitäterinnen übernehmen. Die Elektroden nicht abnehmen: So kann das Gerät weitere Analysen durchführen und im Zweifelsfall weitere Elektroschocks abgeben.