Asiatische Hornisse breitet sich aus
Die Asiatische Hornisse, eine invasive gebietsfremde Art, breitet sich seit dem Erstauftreten im Jahr 2014, in Baden-Württemberg immer weiter aus. Sie kann insbesondere Schäden an Honigbienenvölkern, aber auch im Obst- und Weinbau verursachen.
Sie baut zwei Nester. Im Frühjahr baut die Königin ein etwa Handballen großes Gründungsnest (Primärnest) an geschützten Stellen, z.B. in Sträuchern oder an Decken von Garagen und Gartenhäuschen. Im Laufe des Sommers wird ein bis zu einem Meter großes Filialnest (Sekundärnest) im Freien, häufig hoch oben in Baumkronen, gebaut.
Die Art verhält sich grundsätzlich wenig aggressiv und Stiche sind vergleichbar mit denen der heimischen Europäischen Hornisse oder Wespen, dennoch kann es in Einzelfällen zu allergischen Reaktionen kommen. Von Nestern sollte Abstand gehalten und diese nur von Personen mit Fachkenntnis und Schutzausrüstung entfernt werden, um Attacken und Stiche zu vermeiden.
Im März 2025 wurde die Asiatische Hornisse vom Bundesumweltministerium als „weit verbreitet“ eingestuft. Hierdurch ist die Beseitigungsverpflichtung für die Länder entfallen. Betroffene müssen die Entfernung von Nestern deshalb nun selbst beauftragen und bezahlen.
In diesem Zuge wurde ein bundesweit einheitliches Management- und Maßnahmenblatt veröffentlicht.
Sichtungen von Einzeltieren oder Nester sollen weiterhin über die Meldeplattform der Landesanstalt für Umwelt (LUBW) gemeldet werden. Dies kann über die Homepage der LUBW oder über die kostenlose „Meine Umwelt-App“ erfolgen. Mit den QR-Codes gelangen Sie direkt zur Meldestelle bzw. zum Download der App. Die Landesanstalt für Bienenkunde der Universität Hohenheim prüft die eingehenden Meldungen und gibt weitere Informationen zur Nestentfernung und sachkundigen Personen im Umkreis. Diese Landesanstalt koordiniert seit März 2024, im Auftrag der Naturschutz- und Landwirtschaftsverwaltung, Aufgaben im Zusammenhang mit der Asiatischen Hornisse.



